
Abstract: Das Konzept der „nachhaltigen Wohlfahrt“ beschäftigt sich mit Wohlstand und Wohlergehen innerhalb der planetarischen Grenzen. Doch es fehlt an Wissen über mögliche soziale und politische Träger einer entsprechenden sozial-ökologischer Transformation. Für die Förderung der von Klimawissenschaftlern für die nähere Zukunft als notwendig erachteten Veränderungen gesellschaftlicher Kerninstitutionen ist das Wissen darüber entscheidend, welche Teile der Bevölkerung diese am ehesten unterstützen und welche sich einer solchen politischen Wende widersetzen würden. In diesem Beitrag wird eine Bourdieusche Methodik verwendet, um das Feld der öffentlichen Wahrnehmung der sozial-ökologischen Transformation in Bezug auf ihre Zukunftsorientierungen zu untersuchen. Wir gehen davon aus, dass eine ökosoziale Politikagenda, die in der Lage ist, einen transformativen sozialen und ökologischen Wandel einzuleiten, am ehesten gesellschaftliche Unterstützung erfährt, wenn sie den Erfahrungen und vor allem den Erwartungen und Hoffnungen der Menschen in Bezug auf die Zukunft nahe steht. Unter Anwendung des relationalen Ansatzes von Bourdieu untersuchen wir anhand von Umfragedaten aus Schweden, wie Zukunftserwartungen mit Einstellungen zu einer transformativen nachhaltigen Wohlfahrtsagenda sowie mit entsprechenden politischen Maßnahmen und sozioökonomischen Faktoren verknüpft sind.
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